FSAirSync v0.6.4

Nutzungsregeln

Fassung 0.6, veroeffentlicht am 23. September 2026

FSAirSync ist ein Netzwerk für Leute, die gemeinsam fliegen wollen. Diese Regeln sorgen dafür, dass das für alle funktioniert. Sie gelten überall, wo man andere erreicht: auf den Frequenzen, in den VA-Kanälen und im Simulator.

Wer hier fliegt, hat ihnen zugestimmt.

1. Umgang miteinander

Wir sind ein Hobby, kein Betrieb. Alle hier fliegen freiwillig, in ihrer Freizeit, mit sehr unterschiedlicher Erfahrung. Ein freundlicher Ton ist keine Höflichkeitsfloskel, sondern die Bedingung dafür, dass Leute wiederkommen.

Anfänger sind willkommen, ausdrücklich. Jeder hat einmal seinen ersten Funkspruch abgesetzt und dabei alles falsch gemacht. Wer helfen kann, hilft kurz und ohne Belehrung; wer keine Geduld hat, schweigt. Vorführen ist keine Hilfe.

Nicht jeder fliegt so ernsthaft wie du. Der eine plant zwei Stunden und fliegt nach Karte, der andere startet spontan und will nur Runden drehen. Beides ist in Ordnung. Wer meint, sein Anspruch sei der Maßstab für alle, irrt sich — solange die Regeln unter Punkt 3 eingehalten werden, geht dich der Rest nichts an.

Keine Belästigung. Niemandem hinterherfliegen, niemanden wiederholt ansprechen, der das nicht will, niemanden über Kanäle hinweg verfolgen.

2. Im Text- und Sprechfunk

Keine Hassrede. Das ist die Grenze, an der nichts verhandelt wird. Rassistische, antisemitische, sexistische, queerfeindliche oder gegen Behinderte gerichtete Äußerungen führen zum Ausschluss — beim ersten Mal, ohne Verwarnung. Dasselbe gilt für Volksverhetzung und für das Verherrlichen des Nationalsozialismus oder anderer Gewaltherrschaft.

Das ist keine Geschmacksfrage. Ein einziger solcher Satz auf einer Frequenz vertreibt mehr Leute, als Monate guter Arbeit anziehen.

Keine Beleidigungen, keine Drohungen, kein Nachtreten. Auch nicht als Scherz, auch nicht „war doch nicht so gemeint". Auf einer Frequenz hört das Dutzend Fremder mit, das den Zusammenhang nicht kennt.

Keine sexuellen Inhalte, weder im Text noch über Sprache. Hier fliegen auch Jugendliche mit.

Keine Werbung und kein Spam. Kein Anwerben für andere Netzwerke, keine Verkaufsangebote, keine wiederholten Links. Wer seine VA vorstellen will, tut das im VA-Verzeichnis, nicht auf der Platzfrequenz.

Keine privaten Daten anderer, weder echte Namen noch Adressen noch Bildschirmfotos privater Unterhaltungen.

Die Frequenz gehört allen. Kurz fassen, nicht dauerreden, keine Musik einspielen, keine Mikrofontests in der Endphase eines Anflugs. Gesendet wird per Sprechtaste — wer sie klemmt oder unabsichtlich gedrückt hält, macht den Kanal für alle unbrauchbar.

Wer gerade fliegt, hat Vorrang. Ein Anflug, ein Start oder eine Notlage geht jedem Gespräch vor. Small Talk hat auf der Platzfrequenz Pause, solange jemand arbeitet — oder wandert in den VA-Kanal.

Sprache: Auf den Platz- und Länderfrequenzen die Landessprache oder Englisch. Meldet sich jemand auf Englisch, wird auf Englisch geantwortet — er versteht dich sonst nicht, und darum geht es hier. Was im VA-Kanal gesprochen wird, entscheidet die VA.

Mitschnitte nur mit Ansage. Streamen und Aufzeichnen ist in Ordnung, aber sag es auf der Frequenz. Nicht jeder möchte ungefragt in einem Video landen.

3. Im Simulator

Die Leitlinie ist einfach: Flieg so, wie es in echt gemacht wird. Man muss dafür keine Verfahren auswendig können — es reicht, sich zu benehmen wie jemand, der weiß, dass um ihn herum andere unterwegs sind.

Am Boden

Nicht durch andere Flugzeuge hindurchrollen. Das ist die Regel, die am häufigsten gebrochen wird, und die den Eindruck am gründlichsten zerstört: Wer durch eine wartende Maschine hindurchfährt, macht aus einem Flughafen ein Videospiel. Warten kostet zwei Minuten.

Rollwege benutzen, nicht das Gras. Auch wenn es schneller ginge.

Die Startbahn ist kein Parkplatz und keine Abkürzung. Aufgerollt wird, wenn man startet — und vorher schaut man, ob jemand im Anflug ist oder gerade rollt.

Am Gate stehen bleiben, wenn du weg musst. Nicht auf der Bahn, nicht am Rollhalt. Wer länger als ein paar Minuten weg ist, meldet sich ab; eine pausierte Maschine verschwindet ohnehin aus dem Netz.

Push-back und Rollen in der üblichen Richtung. Wer entgegen dem Verkehr rollt, blockiert nicht nur sich selbst.

In der Luft

Keine Kunststücke über belebten Plätzen. Tiefflug über der Bahn, Formationsanflüge ohne Absprache, Loopings in der Platzrunde — nicht dort, wo andere landen wollen. Auf einem leeren Platz ist das eure Sache.

Übliche Geschwindigkeiten. Unter FL100 nicht schneller als 250 Knoten, im Nahbereich langsamer. Wer mit 400 Knoten in die Platzrunde schießt, ist für alle anderen nicht mehr einschätzbar.

Reih dich ein. Ist Verkehr im Anflug, wird angestellt und nicht dazwischengedrängelt. Wer zuerst da war, landet zuerst.

Kein absichtliches Rammen, kein Abfangen, kein Verfolgen anderer Maschinen. Das gilt auch dann, wenn nichts kaputtgeht.

Kein Slew im Netz. Der Client nimmt dich dabei ohnehin aus der Anzeige, weil Positionssprünge für alle anderen unsinnig aussehen. Versetze dich, bevor du dich sichtbar machst.

Rufzeichen

Flieg unter dem, was du tust. Ein Airline-Rufzeichen mit einem passenden Flugzeug ist völlig in Ordnung — reale Kennungen gehören allen. Was nicht geht, ist das Rufzeichen einer VA zu benutzen, in der man nicht ist; das lässt das System auch nicht zu.

Kein Rufzeichen, das andere ärgert. Keine Beleidigungen, keine Anspielungen, keine Kennungen, die sich als Flugsicherung ausgeben.

4. Wenn etwas schiefgeht

Melde es, statt zurückzuschießen. Wer sich danebenbenimmt, wird nicht dadurch besser, dass man auf der Frequenz mit ihm streitet — beide sind dann das Problem. Ein Hinweis an die Moderation reicht.

Moderatoren dürfen jeden Kanal betreten, auch VA-Kanäle. Sie sind dabei immer sichtbar und ihr Eintritt wird protokolliert; heimliches Mithören gibt es nicht.

Was passieren kann, je nach Schwere: Ansprache, Stummschaltung, Entfernen aus einem Kanal, zeitweise Sperre, dauerhafter Ausschluss. Bei Hassrede (Punkt 2) beginnt es beim letzten Punkt.

Du kannst widersprechen. Wer eine Entscheidung für falsch hält, meldet sich; jede Maßnahme ist nachvollziehbar festgehalten.

5. Diese Regeln ändern sich

Wir passen den Text an, wenn sich zeigt, dass etwas fehlt oder missverständlich ist. Bei inhaltlichen Änderungen wirst du vor dem nächsten Flug um deine Zustimmung gebeten; berichtigte Tippfehler stören dich nicht.

Alte Fassungen bleiben einsehbar, damit nachvollziehbar ist, wozu jemand wann zugestimmt hat.

Maßgeblich ist die deutsche Fassung. Die Regeln liegen auch in anderen Sprachen vor. Weichen die Fassungen voneinander ab, gilt der deutsche Text — eine Übersetzung soll verständlich machen, nicht neu regeln.

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